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Die Hexe von Varrel · Teil 1

Der Fund

VarrelGut Varrel10 Seiten

Ein Spaziergang, ein Hund, der nicht weitergeht, und etwas Schwarzes zwischen den Wurzeln.

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Titelseite. Ein Mann mit Kapuze und Rucksack geht mit seinem lockigen Hund einen nassen Feldweg entlang, in der Dämmerung, vor ihnen eine verfallene Hütte unter einem toten Baum. Titel: Die Hexe von Varrel. Textkasten: Es war nur ein Spaziergang. Darunter das Gesicht des Mannes: Frische Luft. Den Kopf frei bekommen. Der Hund: Oskar blieb zuerst ganz normal. Der Weg: Gut Varrel lag ruhig vor uns, wie immer. Und doch war da dieses Gefühl … Unten ein verwittertes Holzschild mit der Aufschrift Gut Varrel: … als würde der Ort uns schon kennen.
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Mann und Hund stehen von hinten vor der Hütte unter dem toten Baum. Textkasten: Dann blieb Oskar stehen. Nahaufnahme des Hundes: Nicht störrisch. Nicht müde. Der Mann blickt über die Schulter. Unten steht der Hund allein auf dem Weg und starrt zur Hütte: Als hätte er etwas bemerkt, das für mich noch nicht da war.
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Am Fuß des toten Baums: Zwischen Wurzeln und Matsch lag etwas Schwarzes. Der Mann greift in das nasse Laub: Kein Schmuck. Kein Fundstück. Nahaufnahme eines schwarzen, verschnörkelten Gegenstands im Schlamm: Eher etwas, das dort nicht mehr hätte sein dürfen. Der Hund fletscht die Zähne: Oskar knurrte leise. Eine schmutzige Hand hält den spitzen schwarzen Gegenstand hoch.
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Der Mann hockt auf dem Weg, der Hund daneben: Ich hob es trotzdem auf. Er betrachtet einen dunklen Anhänger in der Hand: Kalt war es nicht. Hände wischen den Anhänger mit Stoff ab: Es fühlte sich an, als hätte es schon auf eine Hand gewartet. Er schiebt ihn in die Jacke: Ich steckte es in die rechte Jackentasche. Der Hund blickt zur Hütte im letzten Abendlicht.
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Mann und Hund gehen von hinten den Weg zurück, am Rand das Schild Gut Varrel: Auf dem Rückweg wurde es schneller dunkel, als es sollte. Der Hund blickt zurück: Oskar sah zuerst nach hinten. Der Mann über die Schulter: Dann sah ich sie auch. Am Feldrand steht eine verhüllte Frauengestalt: Nur eine Frau am Straßenrand, dachte ich. Mann und Hund gehen weiter, weit hinter ihnen die Gestalt.
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Vor einer Haustür mit der Nummer 12: Vor meinem Haus stand sie noch immer. Am Ende der nassen Straße steht die Gestalt unter einer Laterne. Der Mann blickt angespannt. Die Gestalt unter der Laterne: Nicht näher. Der Hund fletscht die Zähne. Die Gestalt, unverändert: Nicht weiter weg. Nur dort.
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Der Mann schließt seine Wohnungstür auf: Drinnen war alles still. Ein ruhiges Wohnzimmer im Lampenlicht: Zu still. Der Hund sitzt im Flur und starrt auf die Wohnungstür: Oskar wich nicht von der Tür. Der Mann betrachtet den Anhänger. Der Anhänger liegt auf dem Holztisch neben einer Tasse: Ich legte das schwarze Ding auf den Tisch.
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Der Hund steht geduckt vor der Tür: Ich hörte erst nichts. Unter der Tür kriecht schwarze, glänzende Flüssigkeit über die Dielen: Dann sah ich den Schatten unter der Tür. Das Gesicht des Mannes: Es war kein Wasser. Der Hund weicht zurück. Die Schwärze breitet sich im Flur aus: Es kam herein.
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Eine Türklinke, von schwarzen Ranken überzogen: Dann ging die Klinke herunter. Die Klinke senkt sich: Langsam. Die Tür öffnet sich einen Spalt, dahinter ein bleiches Gesicht mit langem grauem Haar: Als hätte etwas draußen begriffen, dass ich es hereingelassen hatte. Der Mann hält den Hund fest im Arm. Durch den Türspalt quellen schwarze Ranken herein.
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Eine Hand greift den Anhänger vom Tisch: Ich nahm Oskar und lief. Der Mann stürmt mit dem Hund aus der Wohnung: Nicht weil ich mutig war. Die Treppe hinunter: Weil ich begriff, dass die Tür nicht das Problem gewesen war. Er rennt durch die Haustür mit der Nummer 12 in den Regen. Mann und Hund laufen die nasse Straße entlang, im Vordergrund eine Mauer mit einem eingeritzten Zeichen: Sie war meinetwegen gekommen. Und sie wollte etwas zurück.

Ende von Teil 1

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Der Umweg